Stefan Groh
schrieb am 20. Juli 2026 um 19.48 Uhr
Du kamst, du gingst mit leiser Spur,
ein flücht'ger Gast im Erdenland.
Woher? Wohin? Wir wissen nur:
aus Gottes Hand in Gottes Hand.
Ludwig Uhland
Norbert Metzger
schrieb am 17. Juli 2026 um 16.50 Uhr
Dr. Roger Kusch war ein streitbarer Kämpfer für das Recht, der scheinbar gegensätzliche Aspekte in sich vereinte: So kämpfte er einerseits als Justizsenator der Hansestadt Hamburg zum Schutz der Bürger Hamburgs vor Kriminalität für einen starken Staat und andererseits in seinen späteren Lebensjahren als Gründer und langjähriger Vorsitzender bzw. Präsident des Vereins Sterbehilfe Deutschland erfolgreich für das Selbstbestimmungsrecht aller Bürger an ihrem Lebensende gegen einen übergriffigen Staat.
Roger fehlt uns sehr!
Sabine Rohardt
schrieb am 14. Juli 2026 um 17.17 Uhr
Über ein halbes Jahrhundert hatte ich Roger als engen Freund an meiner Seite, er fehlt mir sehr.
Er zeichnete sich durch einen vielschichtigen Charakter aus.
Er war aufopferungsvoll, aber auch sehr fordernd,
sehr intelligent, dadurch oft ungeduldig, wenn einer sein Tempo nicht halten konnte,
überaus fleißig, was auch verbissen wirkte,
ehrlich, was auch verletzend sein konnte,
einfühlsam, was er nur wenigen Menschen gezeigt hat.
Geld war ihm nicht wichtig, die Macht des Geldes hat er verkannt.
Niemals war er berechnend, geldgierig oder korrupt!
Anke und Matthias Grote
schrieb am 14. Juli 2026 um 16.59 Uhr
Die Worte von Ole von Beust sind uns aus dem Herzen gesprochen.
Roger wird in die Geschichte eingehen als derjenige, der die Sterbehilfe in Deutschland zum Durchbruch geführt hat.
Er war ein ganz besonderer Mensch - und niemals korrupt oder berechnend.
Viele verdanken ihm sehr viel!
Ole von Beust
schrieb am 13. Juli 2026 um 18.18 Uhr
Wie war der Roger, den ich vermisse:
Loyal, manchmal auf anstrengende Weise,
Intelligent, manchmal sehr abstrakt,
unterhaltsam und humorig mit Schwierigkeiten zum Punkt zu kommen,
Gründlich mit Hang zum Perfektionismus,
begeisterungsfähig für Ideen und Menschen, dabei auch die Distanz verlierend,
Klar im Urteil, manchmal zu hart, auch gegen sich selbst.
Niemals aber war er berechnend oder korrupt!
U.A.
schrieb am 12. Juli 2026 um 12.49 Uhr
So viele Kämpfe erfolgreich durchgestanden,
und den letzten verloren.
In unserer selbstgewählten Stunde
aber werden wir uns mit Dankbarkeit an Sie erinnern.
Dr. Johann F. Spittler
schrieb am 10. Juli 2026 um 16.17 Uhr
Aus der intensiven psychiatrisch-juristischen Zusammenarbeit von 2006-2015 und 2020-2023 mit intensiven faktenbezogenen kritischen Diskussionen, aus dem Suizidhilfe-Prozess vom Landgericht Hamburg bis zum Bundesgerichtshof Leipzig (2013-2019) mit dem Ergebnis der Bestätigung richtigen Handelns sowie einer gemeinsam erarbeiteten Buchreihe verdanke ich persönlich Roger Kusch unschätzbar reiche Erfahrungen.
Auf seine Art war er mir ein überzeugender Bruder im Geiste, ein Kombattant für die Selbstbestimmung in der persönlichsten Entscheidung in einem Menschenleben überhaupt.
Die Geschehnisse machen mich fassungslos.
Und wenn es in dieser Welt noch so wenig bedeuten mag: Ich werde ihm ein ganz persönliches ehrendes Andenken bewahren!
Sibylle Therese Rieck
schrieb am 8. Juli 2026 um 17.37 Uhr
Wir sind uns nie begegnet und hätten uns zu einigen politischen Themen vermutlich gestritten. Dennoch danke ich Ihnen für Ihr Engagement in der Suizidhilfe, welches zu einer liberalen Rechtslage geführt hat. Ihre Entscheidung zum Freitod respektiere ich, dennoch tut es weh zu sehen, wie enge Freunde von Ihnen um Sie trauern.
Uwe Behnisch
schrieb am 8. Juli 2026 um 6.34 Uhr
Urworte.Orphisch
"Wie an dem Tag, der dich der Welt verliehen, Die Sonne stand zum Grusse der Planeten, Bist alsobald und fort und fort gediehen Nach dem Gesetz, wonach du angetreten. So musst du sein, dir kannst du nicht entfliehen, sagten schon Sibyllen, so Propheten; Und keine Zeit und keine Macht zerstückelt Geprägte Form, die lebend sich entwickelt." - J.W.v. Goethe
Roger Kusch ist und er bleibt DER Anwalt für ein selbstbestimmtes Leben am Ende unserer Tage.
"Niemand hat sich vor einem Gremium zu rechtfertigen, wenn er sterben will." Mit diesem Satz hat er (Rechts)Geschichte geschrieben. Das Bundesverfassungsgericht hat dies 2020 bestätigt.